Moin Taucher - Welcome Diver- Bienvenue Plongeur

Sepezialkurs Tauchsicherheit & Tauchrettung

des TLV Schleswig-Holstein am 20. + 21.10.2007 in Kiel- Altenholz

Am Samstagmorgen um 8:00 Uhr trafen sich 15 Teilnehmer auf dem Gutshof Friedrichshof zum Spezialkurs.
Nach Begrüßung, Schilderung des Ablauf- und Zeitplanes durch die Tauchlehrer und Kursleiter Martin Steiner und Dirk Sellmer stellten sich die Kursteilnehmer, darunter vier Frauen kurz vor.
Aufgrund des umfangreichen Inhaltes ging es dann auch gleich los mit dem ersten Theoriepunkt: Sicherheit im und am Wasser durch TL1 Dirk Sellmer. Nach einer kurzer Pause folgte der zweite Theorieblock Medizin durch TL3 Martin Steiner. Nach dem Mittagessen waren zur Unterstützung von Martin & Dirk die Tauchlehrer Anja Wandschneider und Michael Birkenbeul dazugestoßen, außerdem auch noch Oliver Callis.
TL3 Michael Birkenbeul erklärte kurz in der Theorie wie und mit welchen Griffen man einen bewusstlosen Menschen alleine in ein Schlauchboot (Zodiac) bekommt, danach war Abfahrt zur Ostsee nach Kiel-Strande zu
den Praxisübungen.
Nach dem umziehen und mit ABC-Ausrüstung wurde erst einmal das Schlauchboot von Michael zu Wasser gebracht.
Dann erklärte Martin wie und was sich die Kursleiter an den 3 Stationen von uns Teilnehmern vorgestellt hatten. An Station 1: einen verunfallten Taucher schwimmend eine Strecke in Form eines L´s von ca. 150-200m bis zum Schlauchboot ziehen. An Station 2 : sofort den Verunglückten am Boot fixieren, als Rettender sich in das Schlauchboot wuchten und den Bewusstlosen ohne fremde Hilfe in das Schlauchboot bergen, um dann gleich wieder aus dem Schlauchboot auszusteigen und von dort aus den Verunfallten schiebend zur nächsten Station
zu bringen, an der Martin bereits wartete. An Station 3 : das Ufer in Sichtweite kam aber erst das körperlich anstrengendste, nämlich den oder die Verunfallte mittels tragen oder ziehen an das sichere Ufer zu bekommen um dort dann die HLW durchzuführen. Bevor es für uns Teilnehmer „Ernst wurde“ zeigte uns Michael Birkenbeul noch mal in der Praxis wie man alleine einen Verunfallten ins Boot bekommt.
Trotz einer kühlen Außentemperatur von ca. 10 Grad und einer Wassertemperatur zwischen 12-14 Grad kamen
wir Kursteilnehmer nicht zum frieren (es wurde geschwitzt und zwar reichlich), was auch bei oben erwähnten „Übungen“ leicht nachvollziehbar ist.
Außerdem dann auch noch immer die „aufmunternden Rufe“ vom „gemeinen Martin“ um den Ernst der Lage immer wieder ins Bewusstsein zu rufen:
IHR SEID ZU LANGSAM !
BEWEGT EUCH !
ER/ SIE STIRBT EUCH !
STRENGT EUCH AN !
Alle waren froh als die Übungen geschafft waren und es auf dem Parkplatz bei den Fahrzeugen zur
„Belohnung“ heißen Kakao (Danke Olli) gab.
Gegen 18:30 Uhr waren wir dann auch alle wieder auf dem Gutshof. Nachdem die Klamotten zum trocknen aufgehängt waren und einer kleinen Pause gab es noch einmal Praxis-Training HLW an zwei Puppen. Auch Sauerstoff-Systeme wie z.B. der Wenollkoffer wurden erklärt und konnten selbst einmal ausprobiert werden, danach erläuterte Michael Birkenbeul noch ein paar Fall-Beispiele über TAUCH-UNFÄLLE.

Gegen 21:00 Uhr wurde der Ausbildungs-Part beendet. Es konnte gegessen werden, Grillfleisch war dank der fleißigen Helfer schon fertig. Erhard Schulz, seinerseits auch TL, war auch noch zu uns gestoßen da er für das morgige Tauchen eingeplant war.
Der Abend klang dann verständlicherweise ziemlich ruhig aus und alle freuten sich auf Ihr Bett!

Am nächsten Tag um 8:00 Uhr wurde gemeinsam gefrühstückt, danach gab es noch Theorie über die Ausrüstung wie z.B. Schleppboje, Finger, Spool und Wheel.
Nach kurzer Pause wurde uns von Dirk & Martin die Tauchgruppeneinteilung für den anstehenden Übungs-TG in Kiel-Falkenstein mitgeteilt.
Fünf Gruppen, je ein Teilnehmer als Gruppenführer mit zwei Buddys, je Gruppe ein TL zur Beobachtung.

In Kiel-Falkenstein angekommen trafen sich die Tauchgruppen zum Briefing, es wurden die Übungen besprochen (abgeben des Lungenautomaten, Bergung und Aufstiegsübung eines bewusstlosen Tauchers aus ca. 14 m Tiefe mit einem klaren Stop auf 3 m Tiefe, setzen der Boje aus ca. 6-7 m, abwerfen und wieder anlegen der Ausrüstung sowie schieben und ziehen des Verunfallten an Land.

Nach dem Tauchgang fand dann noch das anschliessende Nachbriefing in den einzelnen Tauchgruppen statt, bevor es wieder nach Altenholz auf den Gutshof ging.

Dort fand dann, nach einer kleinen Pause, die Abschlussbesprechung mit Gruppenfoto statt.
Die Resonanz der Teilnehmer war einhellig: es war ein anstrengender, aber lehrreicher Spezialkurs,
aus dem jeder Teilnehmer etwas für sich mitnehmen wird. Vor allem, dass man einige Übungen immer mal wieder in seine Tauchgänge einbauen sollte.

Um 16.00 Uhr ging es dann für alle wieder nach Hause.



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Fotos: Nils Gehrt

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