Moin Taucher - Welcome Diver- Bienvenue Plongeur

Wracktauchen/Rostock oder der ungnädige Wettergott

SK Wracktauchen mit MS Fritz Reuter

Die MoinMoinTaucher machten sich am frühen Freitag-Nachmittag auf den Weg nach Rostock zum Wracktauchen.
In Rostock angekommen, dem NAVI sei Dank, und nach dem beladen des Schiffes lernten wir die anderen Teilnehmer des Seminars das vom Tauchlandesverband SH ausgerichtet wurde beim leckeren Grillen auf dem Schiff kennen.
Der Seewetterbericht hatte für Samstag 4 -5 Windstärken vorausgesagt, laut Fritz Reuter-Crew noch akzeptabel (tauchen und um wieder an Bord klettern zu können), es konnte also losgehen.
Am Samstag-Morgen um 6 Uhr wurden wir vom anlassen der Maschine geweckt und wir liefen gegen 7 Uhr aus, in Richtung erstes Wrack. Nach ca. 1 Stunde Fahrt begutachtete der Kapitän die Wellen und entschied sich, ein anderes Wrack anzulaufen, welches bei dieser Welle besser zu erreichen war. Zu diesem Zeitpunkt waren die Wellen ca. 1-1,5 m hoch und wir hatten gute 5 Windstärken in Böen bis 6.
Nach ca. 4 Stunden Fahrzeit erreichten wir dann auch die Position des Wracks, wo dann auch sofort mit der exakten Suche begonnen wurde. Das Schiff kreiste, und auf Ruf von Uli wurde das Grundgewicht mit der Boje geworfen, die erste Tauchgruppe sprang ins Wasser um abzutauchen. Sie sollten die Boje am Wrack sicher fest machen, um den folgenden Gruppen das abtauchen und das finden des Wracks zu erleichtern . Leider hatte einer der ersten Gruppe aufgrund starker Oberflächenströmung die Boje nicht erreicht bei mittlerweile 1,5-2m hohen Wellen und konstanten 6 Windstärken. Darauf wurde erst einmal dieser Taucher wieder eingesammelt, sein Buddy (Jorgo) hing an der Boje und wartete.
Beim zweiten Versuch unterstützten dann zwei Trave Taucher den noch an der Boje hängenden Taucher, doch das alles half auch nichts, da sich das Grundgewicht vom Wrack entfernt hatte.
Also, alle raus aus dem Wasser und es wurde wieder ein „neuer dritter Anlauf“ gestartet, um die Boje mit dem Grundgewicht am Wrack zu plazieren, schließlich gelang es endlich.
Zu diesem Zeitpunkt hatten wir Windstärke 6, in Böen auch 7, die ersten Taucher (auch wir), zogen die Anzüge wieder aus, da es jetzt immer schwieriger wurde wieder „heil“ an Bord zu kommen. Wir für uns hatten entschieden; Gesundheit geht vor !
Und somit beschäftigten sich alle Nichttaucher damit, die umherrutschenden Taucher und Ausrüstungsgegenstände zu sichern.
Der Tauchgang wurde dann doch noch von Einigen durchgeführt und schließlich haben es noch 8 Taucher an`s Wrack geschafft. Nach dem Tauchgang ging es für die acht nun die Leiter wieder hoch, und durch die Bewegung der Leiter wurde schnell klar, der Wind hatte nicht abgenommen. Sie kamen aber zum Glück alle unverletzt noch an Bord .
Die Rückfahrt Richtung Rostock-Hafen verlief dann vorsichtig ausgedrückt „etwas wellig“, da wir mittlerweile Windstärke 8, in Böen 9 hatten und die Wellen sich auf bis zu 3,5m Höhe aufbauten.
Man konnte sagen wir hatten Sturm, was durch über Deck laufendes Wasser unterstrichen wurde und so wurde die (ursprünglich) an Deck verzurrte Ausrüstung mit jeder Welle von Backbord nach Steuerbord geworfen und mit der nächsten Welle wieder zurück.
Im Schiff, im Bad fiel der Spiegel von der Wand, das Klo begann sich langsam in seine Einzelteile aufzulösen, die Befestigung eines Kühlschrankes mit Zapfhahn riss ab, Stühle und alles andere was keinen festen Halt hatte flog im Schiff umher. Wasser floss durch einen Lüftungsschacht in den Kabinenflur und sogar bis in unsere Kabine. Durch eine Luke an Deck (die nicht richtig abdichtete) lief Wasser ins Schiff auf ein Bett, so das der dort liegende Tauchcomputer in den Tauchmodus sprang.
Viele der Gruppe lagen in Ihren Kojen, dort konnte am wenigsten passieren, einige beschäftigten sich mit Kotzen und zwei fotografierten, wobei die meisten Fotos der hohen Wellen wegen leider nichts geworden sind (unscharf/ verwackelt).
Gegen 20 Uhr machten wir endlich im Hafen fest.
Das Wracktauchseminar mit geplanten 4 Tauchgängen an zwei Tagen (Samstag & Sonntag) wurde dann mit nur einem Tauchgang (von nur 8 Tauchern) am Samstagabend wegen schlecht Wetter (keine Wetterbesserung in Aussicht) einstimmig beendet.
Es wurde beim Abendessen beschlossen an Bord noch gemütlich zusammenzusitzen, am nächsten Morgen auszuschlafen, gemeinsam zu frühstücken und dann den Heimweg anzutreten.
Uns hat es trotz schlechtem Wetter und Nichttauchen gut gefallen. Es war eine tolle Gruppe und gelernt haben wir trotzdem auch noch etwas.
Bis zum nächsten Jahr, denn wir haben gesagt wir werden wieder kommen und der Wettergott wird uns dann hoffentlich auch wohlgesonnen sein.

Bilder können innerhalb der Galarie nochmals Vergrößert werden!
Einfach auf das Bild klicken und Bild wird beschrieben !

Ostsee-Wracktauchen

Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.

Copyright © 2018