Moin Taucher - Welcome Diver- Bienvenue Plongeur

Einmal um die halbe Welt....

Lage von unserem Urlaubsziel

Bohol und Panglao unten links

Quelle: www.sunapartelle.de

......wir, die MoinMoinTaucher und Margrit & Uwe (der zehnte gemeinsame Urlaub oder doch schon der....?) haben uns dieses Mal für die Philippinen entschieden. In den Visayas gibt es eine größere Insel, die heißt Bohol. Und südlich von Bohol liegt dann noch mal eine kleine Insel, unser Ziel: Panglao, die durch zwei Brücken mit Bohol verbunden ist.
Los ging es am Freitag den 22.02. um 12.45 Uhr ab Niebüll mit dem IC in Richtung Frankfurt, wo wir unseren Zwischenstopp (Übernachtung) machten, denn wir leben nun mal am ADW was die Verkehrsanbindung an die weite Welt bedeutet. Unser Flieger, eine Boing 777-200 von Malaysia Airline (übrigens das beste womit wir bisher geflogen sind -da können einige Airlines noch etwas lernen, sei es bei Service, Comfort oder sonstigem) startete am Samstag den 23.02. um 12.05 Uhr von Frankfurt Airport. Kuala Lumpur International Airport (Malaysia) erreichten wir nach 11 Stunden und 35 Minuten Flug pünktlich am Sonntagmorgen um 06.40 Uhr Ortszeit (deutsche Zeit, Sa. 23.40 Uhr), und konnten uns ein wenig die Beine vertreten. Nach 3 Stunden und 10 Minuten Aufenthalt ging es weiter mit einer Boing 737-400 mit Zwischenstopp in Kota Kinabalu (Malaysia-Borneo) nach Cebu wo wir um 15.05 Uhr Ortszeit endlich landeten. Dann ging es mit unserem Fahrer, der schon auf uns gewartet hatte zum Fährhafen von Cebu zur Schnellfähre. Wir vier checkten ein (wie am Flughafen) und sollten für unser Übergepäck gleich 400 Philippinische Peso (die wir natürlich nicht hatten, woher auch, die Wechselstuben sind natürlich außerhalb des Checkin - logisch oder ?) umgerechnet ca. 6,30 € bezahlen. Und nun? Uwe hatte zum Glück noch einen 5 €-Schein im Portemonaie und nach langer Diskusion gaben Sie sich mit dem 5 €- Schein zufrieden, Danke Philippinos! Dafür durften wir dann auch nach knapp 2 Stunden Fahrzeit (es goss wie aus Eimern und war schwarz wie die Nacht - eben richtiges Urlaubswetter) in Tagbilaran/Panglao unser Gepäck selber von der Fähre puckeln. In Tagbilaran, dem Fährhafen von Bohol, wartetet dann natürlich auch nicht wie abgesprochen unser Fahrer, macht ja auch nichts - nach den paar Stunden Anreise, da wartet man ja noch gerne eine Stunde auf den Fahrer. Noch eine halbe Stunde Autofahrt und wir sind endlich um ca 19.30 Uhr (vom Frankfurter Hotel bis hier nur schlappe 28 1/2 Stunden unterwegs) in unserem Appartment-Hotel Sun Apartelle am Alona Beach auf der Insel Panglao/Bohol, Philippinen angekommen. Erstmal was essen und dann ins Bett und schlafen.
Gegen Mittag hatten wir ausgeschlafen und es wurde die dem Hotel angeschlossene Tauchbasis Sun Divers in Augenschein genommen, wo wir dann auch gleich eincheckten.
Dann war erstmal Gegend und Strand erkunden angesagt, und die ersten Tipps von Philipp dem Tauchbasisleiter wurden auch sofort umgesetzt, wie z.B. sich eine phillippinische Handy-Karte bei Rona´s Corner (Supermarkt) zu besorgen. Nix Mobilfunkladen, Vertrag oder lange irgendwelche persönlichen Daten angeben wie in Deutschland, sondern einfach sagen: One Smart-Card please und schon hielt man für 150 Peso (120 Peso sind ca. 2 €) wovon schon 50 Peso Startguthaben sind, dazu noch ca. 100 Frei SMS, die begehrte Handykarte in der Hand. Gleich noch eine Prepaidkarte für 500 Peso dazu und schon hatten wir ein Guthaben von 550 Peso und ca. 233 Frei-SMS (zur Info: ein Handygespräch von ca. 4 Minuten nach Deutschland kostet dann ungefähr einen ganzen Euro). Wenn man aus Deutschland auf der Karte angerufen wird zahlt man auch keine Roaminggebühren (schönen Gruß an unsere großen tollen Mobilfunkanbieter).
Leider sind die frei SMS nur für das Inland die Phillipinen, aber man kann nicht alles haben (ein paar Frei-SMSèn konnten wir dann doch noch loswerden). Der Tipp von Philipp, wo man ganz ganz leckeres Brot bekommt (ganz wichtig wenn man den ganzen Tag unterwegs ist, sei es zum tauchen oder per Moped) wurde auch beherzigt. Es gab gleich um die Ecke einen Schweizer Bäcker der direkt aus der Backstube seine Waren verkauft und der sogar Laugen-Brötchen hatte (man sollte aber schon vor 08.00 Uhr dort gewesen sein, sonst: AUSVERKAUFT). Es wurde Abend und da wir "nur" Unterkunft gebucht hatten galt unser Augenmerk jetzt den umliegenden Restaurants und denen am Beach. Wir kehrten bei „Helmut", zum Essen ein. Nach der Getränkebestellung wurden wir gefragt, ob wir auch essen wollen. Als wir das bejaten, wies man uns darauf hin, dass der Koch noch nicht da sei und erst noch gerufen werden müsse. Nachdem dann Helmut persönlich eintraf, uns begrüßte und sich nicht nur als Chef, sondern auch noch als Koch outete konnte bestellt werden. Er begab sich in die Küche und prompt kam nach ca. 30 Minuten auch unser leckers Essen. Man kann bei Helmut echt gut essen, aber die Rechnung ist dann auch ca. doppelt so hoch als wenn man in einem einheimischen Restaurant isst. Unser absoluter Favorit und unser Stammlokal für diesen Urlaub wurde aber die Oops-Bar (einfach nur Spitze, egal was man bestellte - unbedingt das "Züricher Geschnetzelte" probieren) am Alona Beach. Am nächsten Tag werden wir unsere Köpfe unter Wasser stecken !
Nach dem Frühstück fing unser Tauchtag so an: ab an die Basis, ein bisschen Smalltalk und dann ging es um 09.30 Uhr von dort mit Philipps klapprigem gelben Bus die paar hundert Meter zum Strand. Von dort mit dem kleinen Zubringer-Katamaran zum Tauchboot, wo schon das Gerät von der Crew zusammengebaut war. Nach etwa 30 Minuten Fahrt wurde der Tauchplatz erreicht. Nach Briefing und Buddyeinteilung wurde mit Barry abgetaucht, und es ging gleich mit der Strömung richtig ab. Nach einer Stunde "vorbeifliegen“ an einer echt schönen Steilwand (wenn man mal die Zeit hätte in Ruhe zu schauen) und nachdem wir den Kopf wieder aus dem Wasser gestreckt hatten, hörte man gleich von der Crew: Do you have a nice Dive? worauf Michael (ihm fiel nicht der englische Begriff für: viel zu schnell um zu schauen ein) antwortete: Fuck Dive, was bei Guide Barry und der Crew lähmendes Entsetzen auslöste. Doris glättete die Wogen der Enttäuschung von Crew & Barry mit Ihrem guten Englisch indem Sie erklärte, dass wir diese schnellen Drifts nicht mögen und wir lieber gemütlich tauchen, um uns auch einige Dinge mal genau anzuschauen und zu fotografieren. Dies wurde dann auch, wenn möglich, in den nächsten Tauchtagen von der Crew berücksichtigt und Michael erhielt von Barry den Spitznamen: Mr. LANGSAM ! Zwischen den zwei Tauchgängen gibt´s auf dem Boot Obst, Kaffee, Wasser und Tee. Nach dem Tauchen ging es im Bus zurück zur Basis zum Smalltalk und Decobier.

Es wurde beschlossen die Inseln Panglao und Bohol per Moped zu erkunden, gesagt getan: Philipp besorgte noch am Abend für uns eine 125-er Honda für 14 Tage für schlappe 78 €. Ab da wurden dann an jedem zweiten Tag Land und Leute erkundet !
Zum Beispiel haben wir:
-eine Messer-Schmiede besucht, in der alte Blattfedern aus Autos zu Messern oder auch Macheten umgeschmiedet werden. Alles mit glühender Kohle und ein paar Leuten, die nacheinander immer wieder auf den glühenden Stahl einhämmern. Wir haben dann auch noch ein Messer gekauft, in einer braunen Holzscheide, alles Handarbeit. Für 120 Peso (ca. 2 Euro).
-eine der kleinsten Affenarten der Welt besucht, die Tarsiere. Die sehen witzig aus, hängen tagsüber müde in den Bäumen und dösen rum, da sie nachtaktiv sind. Trotzdem hatten sie die riesengroßen Augen offen und haben uns angeguckt.
-die Chocolate Hills haben wir gesehen. Diese eigentümliche Landschaft mit über 1.000 Hügeln, die durch Vulkanausbrüche entstanden sind, als Bohol noch unter dem Meeresspiegel lag. Im Sommer wenn es trocken ist, färben sich die Kuppen braun. Daher der Name COHOCLATE HILLS.
-eine Hängebrücke aus Bambus. Etwa 50 Meter lang und vielleicht 10 Meter über dem Loboc-River. Hat ganz schön geschaukelt, es fehlte nur noch „RAMBO“.
- wir waren bei der Python. Die weltweit größte in Gefangenschaft lebende Pyton wurde irgendwann mal im Dschungel gefangen und lebt seitdem in einem Käfig. Mittlerweile ist sie mehr als sieben Meter lang, wiegt ca. 200 Kg und braucht einmal im Monat ein Schwein. Die ganzen technischen Daten bekommt man vor Ort von einem / einer sogenannten Ladymen erklärt.
- wir waren im ICM, der Island City Mall. Ein Einkaufszentrum, etwa wie in Deutschland. Netter Kontrast zu den Hüttengeschäften auf den Touren. Michael & Uwe haben sich dort für je 70 Peso die Haare schneiden lassen und es wurden noch zwei Shorts und etwas Brot gekauft. Leider sind elektronische Sachen wie Handys, Computer, Kameras und Fernseher genauso teuer wie in Deutschland.
- haben das Blood-Compact-Denkmal in der Nähe von Taglibaran, auf Bohol besucht. 1565 haben hier der Spanier Legaspi und der Häuptling Sikatuna einen Eid geleistet und dafür ihr Blut mit Wein gemischt und dann getrunken.
Besonders gefreut haben wir uns über die Treffen mit Gerhard und Andrea, die uns gleich am zweiten Tag mit ihrem Besuch überrascht haben. Gerhard und Andrea kannten wir schon von früheren Ägypten-Urlauben in Safaga und wir wussten, dass sie jetzt auf den Philippinen leben und arbeiten.
Getaucht wurde natürlich auch weiterhin - hier sei nochmal der Sonntag erwähnt, an dem Philipp, Chef der Sun Divers Geburtstag hatte. Er ist 35 Jahre alt geworden. Das Tagesprogramm bestand erst mal aus zwei Tauchgängen bei PAMILACAN ISLAND, eine Insel etwa eine Stunde östlich vom Alona Beach. Der erste TG am Snake Point bei dem es gleich mit der Strömung gut ab ging. Und tatsächlich gab es sehr, sehr viele schwarz-weiß geringelte Seeschlangen zu sehen. Der zweite Tauchgang fand direkt vor der Insel Pamilacan statt. Wir fanden vor allem die schönen großen Gorgonien und die vielen verschiedenen Annemonen mit Ihren Bewohnern bemerkenswert. Philipps Crew hatte dann auf der Insel ein schönes BBQ angerichtet. Fisch, Hühnchen, Spare Ribs, Satay, Käsebockwürste, Folienkartoffeln, Bier, Rum mit und ohne Cola und Bowle.
Nach dem Essen hat Philipp uns dann die Insel gezeigt. Da wohnen in erster Linie Fischer. Früher haben sie sich dem Wahlhai-Fang gewidmet. Aber dank eines Umweltschutzprogramms ist damit Schluss. Es gibt auf der Insel ein kleines Wahlhai-Museum mit Knochen, einem Kiefer und einem Riesenhaken, mit dem sie die Tiere früher gefangen haben.
Unser Fazit, ein tolles Land, tolle sehr nette und hilfsbereite Menschen! Das tauchen rund um Bohol ist schön, auf unserer Tauch-Rangliste von den Orten/Ländern die wir bisher kennen, landen die Philippinen aber nur auf Platz drei. Es gibt noch schönere Ecken !

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