Moin Taucher - Welcome Diver- Bienvenue Plongeur

Bonaire- Niederländische Antillen, Karibik

Am 26.02.2007 ging es nach Bonaire, eine der ABC-Inseln auf den niederländischen Antillen in der Karibik. Von Hamburg bis Amsterdam mit dem KLM-Cittihopper und von Amsterdam nach Bonaire, KLM-MD 11. Mit von der Partie waren Margrit und Uwe sowie Rainer und Nicole aus Duisburg, die in Amsterdam zu uns stiessen.
Der Flug von Amsterdam nach Bonaire war ein Nachtflug und verlief relativ unspektakulär, bis auf die Tatsache, dass man uns auf Bonaire erst nicht aussteigen lassen wollte. Der Stop auf Bonaire ist ein Zwischenstop auf dem Weg nach Peru. Normalerweise steigen alle Passagiere auf Bonaire aus und es wechselt die Crew. Da wir aber in Amsterdam mit einer Stunde Verspätung erst gestartet waren (es mussten zwei betrunkene Passagiere wieder von Bord befördert werden), war keine Zeit, um alle aus- und wieder einsteigen zu lassen. Darum wurden alle gebeten, sitzen zu bleiben, was wir dann auch artig machten (obwohl wir gesagt hatten, dass wir dort aussteigen wollten). Als dann aber die neue Crew an Bord kam und es langsam den Anschein hatte, dass der Flieger wieder starten wollte, nahmen wir einfach unser Handgepäck und gingen zum Ausgang. Dort wollte man uns zuerst immer noch nicht gehen lassen, bis wir dem Steward klar gemacht hatten (Holländer sind nicht so schnell), dass wir dort Endstation hatten (diese Aktion dauerte ca. 45 Min.). Als wir dann endlich beim Gepäckband ankamen, lag dort glücklicherweise unser gesamtes Gepäck (das Band stand auch schon still) und unser Taxi für den Transfer hatte auch soviel Geduld gehabt und war noch da.
Um ca. 5.45 Uhr Ortszeit kamen wir dann am Hotel an. Dort ging es erst einmal noch für ein paar Stunden ins Bett, um wieder in den richtigen Tagesrythmus zu kommen (der Zeitunterschied zu Deutschland beträgt -5 Stunden). Unser Hotel war das Tropical Inn mit angeschlossenem Restaurant Old Inn und der Tauchbasis Tropical Divers unter der deutschen Leitung von Harry, Tommy und Siggi. Nach einem stärkenden Frühstück ging es dann weiter mit einchecken in der Tauchbasis und abholen der Toyota-Pickup´s. Diese erwiesen sich als schon arg "gebeutelte Arbeitstiere", die uns aber nie Ihren Dienst versagten (auch nicht auf den manchmal schon sehr holprigen Wegen .....Straßen kann man es nicht nennen) und für die nasse, salzwassergetränkte Ausrüstung genau richtig waren.
Auf Bonaire sind eine Vielzahl der Tauchgänge Landtauchgänge und somit zu jeder Zeit mit dem Auto erreichbar und vor allem frei wählbar. So war ein Tauchplatz schon überlaufen, wenn dort schon zwei Autos standen und man suchte sich ein neues Ziel.
Die Tauchplätze bieten eine sehr schöne Korallenlandschaft und zu unserer Zeit war dort auch sehr viel Fisch (insbsondere Schwarmfisch) vertreten. Dies verschlechterte zwar ein bisschen die Sichtverhältnisse, aber mit den immer noch gut 20-25 m konnten wir gut leben. Als besondere Highlights verbuchen wir unser 1. Seepferdchen und unsere ersten beiden Anglerfische. Bei unseren Nachttauchgängen (nur Doris & Michael) begleiteten uns ausserdem grosse Tarpone (1,50-2,00 m), die es nur hier gibt und die das Licht sehr mögen und wir sahen das erste mal das fluoreszierende Meeresleuchten so intensiv (absolut faszinierend).
Ansonsten bietet die Karbik an Fischvielfalt so ziemlich alles, was das rote Meer bietet, einzig die Anemonenfische und Drücker konnten wir kaum entdecken, dafür aber eine viel grössere Vielfalt an Muränen.
Für unsere Tagesausflüge haben wir uns mit Brot und Obst/Gemüse aus dem Supermarkt eingedeckt. Das Preisgefüge hierfür hat uns doch überrascht, so sind die Preise teilweise doch heftig (kleine Gurke rd. 2,- €), da unverständlicherweise alles importiert wird, ausser Salz welches auf der Insel gewonnen und exportiert wird.
Ebenso die Restaurants und Souvenirshops sind stark auf den amerikanischen Markt eingestellt und teuer und kitschig. Einmal in der Woche "fällt" eine Horde Amerikaner über die Insel her, wenn die grossen Traumschiffe für einen Tag anlegen (Crown Princess und Sea Princess).
Was uns überrascht hat ist, das man das Leitungswasser bedenkenlos trinken kann und so füllten wir unsere Wasserflaschen immer wieder im Hotelzimmer auf.
Die Landschaft der Insel hat allerdings ausser Kakteen und mehr oder weniger trockenem Buschwerk nicht viel zu bieten. Wer hier Palmen und karibisches Grün vermutet, der wird enttäuscht werden. Wir wurden auch immer wieder auf den Washington Nationalpark hingewiesen und dass sich ein Besuch lohnen würde. Am zweitletzten Tag besuchten wir den Park dann auch und mussten leider feststellen, dass die Landschaft dort genauso aussieht, wie überall auf der Insel. Das Wahrzeichen der Insel, der Flamingo, weiss auch ganz genau, dass er geschützt ist und hält sich in Ecken auf, wo man gar nicht hinkommt, da man sich nur bis zu einer bestimmten Grenze nähern darf.
Wir sechs haben einstimmig beschlossen, dass der Park nicht besucht werden muss.

Unser Fazit: es war ein schöner Urlaub mit tollen Tauchgängen.

Tauchspots von uns betaucht:

Insel kann 2x vergrößert werden

- Aquarius
- Calabas Reef
- Andrea I und II
- Ol´Blue
- Corporal Meiss
- Nukove (Doblet)
- Playa Frans
- Witches Hut
- Invisibles
- Oil Slick Leap
- Front Porch
- Cliff
- Plaza Resort
- Hilma Hooker (Wrack)
- Bachelor´s Beach
- Capt. Don´s Habitat
- Yellow Submarine
- 1000 Steps
- Alice in Wonderland
- Something Special
- Angel City
- Margate (Margrit) Bay
- Boka Slagbaai (Nationalpark)
- Salt Pier

Bonaire N.A. Überwasser

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Bonaire N.A. Unterwasser

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